Egal ob DIY-Projekt, Fahrradreparatur oder Schreinerarbeiten: Für Arbeiten in der hauseigenen Werkstatt darf eine gute Lichtplanung nicht fehlen! Sie sollte sowohl ausreichend Licht spenden, als auch energieeffizient sein. Moderne LED-Technologie vereint beides – und schont noch dazu Ihren Geldbeutel. Wir geben hilfreiche Tipps und erklären, worauf Sie bei der Beleuchtung Ihrer Werkstatt unbedingt achten sollten.


Beleuchteter Reifen in Werkstatt
iStock.com/ dusanpetkovic

Das Wichtigste auf einen Blick:


  • LED-Beleuchtung spart Energie und Kosten, hat die längste Lebensdauer und ist mit Schutzvorrichtungen erhältlich
  • Sorgen Sie für eine helle Grundbeleuchtung (mind. 500 lx)
  • Leuchten Sie Arbeitsflächen gesondert und mit hoher Leuchtstärke aus
  • Achten Sie auf eine kühle Farbtemperatur (4.000 K oder 6.500 K), geringe Blendung und eine hohe Farbwiedergabe
  • Ideal für Keller, Dachboden oder Garage: LED-Feuchtraumleuchten oder LEDs mit IP65-Niveau (vor Staub und Wasser geschützt)

Warum eignen sich LEDs für die Werkstattbeleuchtung?


Leuchten mit LED-Technologie bieten im Gegensatz zu herkömmlichen Leuchtmitteln wie Leuchtstoffröhren oder Halogenlampen viele Vorteile. Sie verbrauchen bis zu 70 % weniger Energie und sparen damit Stromkosten. Zudem entfallen dank ihrer längeren Lebensdauer Wartungs- und Ersatzkosten. Im Gegensatz zu Halogenen, deren Reflektor sehr warm wird, können Sie sich an LEDs nicht verbrennen. So werden Sie bei Ihrer Arbeit in der Werkstatt nicht durch versehentlichen, schmerzhaften Kontakt gestört. LED-Beleuchtung ist außerdem flimmerfrei, wodurch sie wesentlich anwendungsfreundlicher ist als Leuchtstoffröhren und keine Folgeerscheinungen wie Augenirritationen oder Migräne verursacht. Für das allgemeine Wohlbefinden und die Gesundheit sind LED-Leuchten somit unbedingt zu empfehlen - also, tauschen Sie noch heute Ihre alten Leuchtmittel aus!


Grundbeleuchtung für den Werkstattraum


Egal, in welchem Raum sich Ihre Werkstatt befindet: Es sollte immer eine gute Grundbeleuchtung mit ausreichender Lichtstärke vorhanden sein. Insbesondere für eine Werkstatt im Keller oder der Garage, in der wenig natürliches Tageslicht herrscht, ist Helligkeit durch künstliche Beleuchtung essentiell. Damit sowohl Sehleistung als auch Sehkomfort gewährleistet sind, sollte das Beleuchtungsniveau nach Europäischer Norm DIN EN 12464-1 mindestens 500 Lux Beleuchtungsstärke betragen. Für die Grundbeleuchtung mit LED eignen sich z.B. eine Deckenleuchte, ein LED-Panel oder ein- bis zwei LED-Röhren in der Raummitte.




Tipp:

Mehr Informationen zu Richtwerten der EU-Norm und zu Lux- und Lumenwerten finden Sie in unseren Blogartikeln Die Europäische Norm EN 12464-1 und Was ist Lumen?.

 

Welche Leuchtmittel für welchen Bereiche?


Arbeitsflächen sollten am besten gesondert und mit hellerer Beleuchtungsstärke (höhere Lumenzahl) beleuchtet werden. So können Sie Feinarbeiten problemlos erledigen, die besondere Aufmerksamkeit und daher viel Licht benötigen. LED-Wandleuchten eignen sich hierfür ideal, da sie keinen Platz auf der Werkbank einnehmen. Alternativ können Sie eine standfeste Tisch- oder Stehleuchte aufstellen, zum Beispiel mit einer E27- oder E14-LED-Lampe. Auch Klemmleuchten bieten eine flexible Beleuchtung, die Sie bei Bedarf an einem Wandregal oder einer Tischkante anbringen können.

Sind Hängeschränke vorhanden, empfiehlt es sich, Unterbauleuchten anzubringen. So stellen Sie sicher, dass Sie genügend sehen, wenn Sie an der Werkbank arbeiten. Sie können auch zu indirektem Licht mittels LED-Streifen greifen: Die energieeffizienten Streifen können Sie je nach Bedarf kürzen und ohne aufwändige Installation dort anbringen, wo Sie sie benötigen. Mobile Taschenlampen können Sie ebenfalls einsetzen, um schwer erreichbare Stellen auszuleuchten, z.B. bei der Kfz-Reparatur. Eine beliebte Werkstattbeleuchtung sind zudem helle, schwenkbare LED-Strahler. So kann Licht aus verschiedenen Richtungen dorthin strahlen, wo es gebraucht wird.


LED-Unterschrankleuchte

Unterbauleuchten


LED-Streifen

LED-Streifen


Einbaustrahler

LED-Strahler





Blendwerte, Farbtemperatur und Farbwiedergabe


Um die Sehleistung nicht zu beeinträchtigen, dürfen sich keine Reflexe auf Werkstücken oder Werkzeugen bilden. Leuchten oder Lampen sollten deshalb mit einem UGR <19 gut entblendet sein. Mehr Informationen zum Thema finden Sie in unserem Artikel X.

Für die Werkstattbeleuchtung eignet sich die Lichtfarbe Kaltweiß (4.000 K). Sie sorgt für Konzentration und produktives Arbeiten. Wenn wenig oder kein natürliches Tageslicht einfällt, z.B. im Keller, verwenden Sie Leuchten in Tageslichtweiß (6.500 K). Das kühl-blaue Licht regt ebenfalls die Konzentrationsfähigkeit an und hält Sie wach.

Geht es um detailgenaue Arbeiten, zum Beispiel beim Abmessen von Bauteilen oder beim Markieren von Bohrlöchern, sollte eine hohe Farbwiedergabe von 90-99 Ra gewährleistet sein. So werden Farben von beleuchteten Gegenständen naturgetreu und intensiv wiedergegeben, was Ihnen die Arbeit wesentlich erleichtert.




Blendfreie LED-Panels



  • UGR<19
  • 6.500 K - Tageslichtweiß
  • Energieeinsparung bis zu 70%

LED-Röhren


LED-Röhren in Tageslichtweiß



  • Farbtemperatur: 6.500 K
  • verschiedene Längen
  • Ersatz für bis zu 80 W

LED GU10-Strahler


LED-Strahler mit hoher Farbwiedergabe


  • Farbwiedergabe 90-99 Ra
  • 4.000 K - Kaltweiß
  • Energieeinsparungen bis zu 90%




Schutzvorrichtungen und Sicherheit


Die Beleuchtung einer Werkstatt ist manchmal starken äußeren Einflüssen ausgesetzt und sollte über Schutzvorrichtungen verfügen. Dies ist insbesondere für den Gebrauch in Keller, Garage, Dachboden oder Gartenhaus von Vorteil. Für den Keller oder Dachboden empfiehlt sich eine Leuchte mit IP65-Schutzniveau. Hierdurch ist die Lichtquelle vor Staub und Wasser geschützt. Mehr zu den Schutzklassen bei LEDs erfahren Sie im Beitrag IP- und IK-Schutzklassen.

Einen guten Schutz vor Feuchtigkeit bieten außerdem LED-Feuchtraumleuchten, die Sie an der Decke Ihrer Werkstatt anbringen können. Falls es beim Handwerken mal etwas ruckelt, müssen Sie sich keine Sorgen machen: LEDs sind gegenüber Erschütterungen unempfindlich. Falls Sie Bedenken beim Anbringen an hohen Decken haben (z.B. im Dachboden), sind LED-Röhren mit Splitterschutz oder einer Abdeckung aus Polycarbonat ideal für Ihre Lichtplanung. Es handelt sich hierbei um einen besonders bruchsicheren Kunststoff, der Ihrer Leuchte zusätzliche Robustheit verleiht.



Wichtig:

Achten Sie darauf, dass Lampenkabel nicht quer im Raum verteilt liegen. Sie werden schnell zu Stolperfallen und können Ihre Sicherheit gefährden.

 

Produktempfehlungen


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