Licht ist nicht einfach nur reine Beleuchtung. Es dient der Orientierung und bietet gleichzeitig Sicherheit. Zudem ist eine ausreichende Helligkeit sogar gesetzlich vorgeschrieben. Die Außenbereiche von Wohnanlagen bedürfen verschiedener Beleuchtung, die ebenso unterschiedliche Anforderungen erfüllen müssen: Wie hoch muss etwa die Schutzklasse sein, damit die Leuchte ausreichend vor Nässe und Staub geschützt ist? Ab wann ist eine Leuchte vandalismussicher? Und wo lohnt sich der Einsatz von Sensorbeleuchtung? Wir klären auf!


Außenbeleuchtung Wohnanlage im Abendlicht
iStock/RomanBabakin

Das Wichtigste auf einen Blick:


  • umlaufende Fassadenbeleuchtung (IP44) für erhöhte Sicherheit und schöne Optik
  • Beleuchtung Hauseingang: IP23 (mit Vordach) oder IP44 (ohne Überdachung), Hausnummernbeleuchtung
  • Wegbeleuchtung an der Fassade oder in Form von Pollerleuchten (IP67)
  • Gemeinschaftsgarten: Stolperfallen sichtbar machen, Gartenspots für Stimmungslicht
  • Beleuchtung von Parkflächen/Tiefgaragen: UGR < 25
  • Eigentümer müssen der Verkehrssicherheitspflicht nachkommen

Fassadenbeleuchtung


Wandleuchten sind die ideale Lösung für Ihre Hausfassade. Gerade bei einer größeren Wohnanlage bietet es sich zur besseren Orientierung an, nicht nur den Eingangsbereich zu erhellen. Stattdessen sollten Sie Ihre Fassadenbeleuchtung am besten umlaufend gestalten. Das sorgt nicht nur für ein freundliches Erscheinungsbild, sondern erhöht auch Wohlbefinden von Bewohnern und Gästen. Denn: Eine gute Außenbeleuchtung bietet Schutz vor Einbrechern und damit für erhöhte Sicherheit.


Der IP-Wert wird danach gewählt, wie stark die Leuchte den Witterungsbedingungen ausgesetzt ist. Für Leuchten, die direkt an der Hausfassade angebracht werden, sollte dieser mindestens IP44 betragen. So stellen Sie sicher, dass die Leuchten gegen das Eindringen von Spritzwasser geschützt sind.


Beleuchtung für Hauseingänge und Hausnummern


Die Beleuchtung Ihres Eingangsbereichs sorgt im besten Fall für eine einladende und sichere Atmosphäre. Stufen werden gesehen, Anwohner müssen bei ausreichend Licht nicht im Dunkeln nach ihrem Schlüssel suchen, Besucher und Lieferanten finden nicht nur die Haustüre selbst, sondern auch die gesuchte Klingel schnell und einfach.


Den IP-Wert, also die Schutzklasse bezüglich Wasser und Staub, wählen Sie je nachdem, ob der Eingangsbereich ein Vordach hat, oder nicht. Bei Leuchten, die an der Hauswand ohne Überdachung angebracht werden, benötigen Sie einen Wert von IP44, ist ein Vordach vorhanden, so reicht eine Schutzklasse von IP23.


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Wichtig ist auch die Beleuchtung der Hausnummer. So kann man bereits von der Straße sehen, ob man sich an der richtigen Adresse befindet. Damit stellen Sie sicher, dass nicht nur der Postbote Ihr Haus immer findet, auch in einem Notfall kann die Hausnummernbeleuchtung den Rettungskräften die Suche nach dem Einsatzort ersparen.


Info

In einigen Kommunen ist die Beleuchtung der Hausnummer Pflicht. Dazu zählen beispielsweise Berlin und Hamburg. Wir empfehlen: Erkundigen Sie sich bei Ihrer Kommune, ob die Pflicht zur Hausnummernbeleuchtung besteht. In jedem Fall gilt aber, dass es die Orientierung für Ortsunkundige erleichtert und gerade für Rettungskräfte eine unentbehrliche Hilfe.



Außenbeleuchtung für Wegbereiche in Wohnanlagen


Möchten Sie Wegbereiche in Ihrer Wohnanlage beleuchten, so stehen Ihnen hierfür mehrere Optionen zur Wahl. Befindet sich der Weg entlang oder in direkter Nähe zur Hauswand, so können Sie diesen mit Wandleuchten an der Fassade erhellen. Achten Sie dabei darauf, dass die Leuchten für den Außengebrauch geeignet sind. LED-Bulkheads sind ebenfalls für diesen Anwendungszweck geeignet, da sie sowohl an der Wand, als auch an der Decke angebracht werden können.




Liegt der Weg so weit vom Haus entfernt, dass die Fassadenbeleuchtung nicht ausreicht, diesen sicher zu beleuchten, so sind Pollerleuchten eine gute Alternative. Diese werden entlang des Weges in gleichmäßigem Abstand zueinander angebracht. Achten Sie bei der Wahl Ihrer Pollerleuchten unbedingt auf den Abstrahlwinkel. Ein Winkel von 60° ist geeignet für schmale Wege, 90° und mehr sollten Sie wählen, wenn der Weg breiter ist. Eine Rundum-Beleuchtung von 360° erhellt nicht nur den Wegbereich der Wohnanlage, sondern setzt gleichzeitig die Bepflanzung entlang des Weges in Szene.


Leuchten, die im Freien angebracht werden, sind in besonderem Maße den Witterungsbedingungen ausgesetzt. Daher sollten Sie hier auch eine besonders hohe Schutzklasse wählen, um sicherzustellen, dass Ihre Lichtanlage auch bei Starkregen, Hagel und Schnee weiter uneingeschränkt funktioniert. Wir empfehlen einen IP-Wert von IP67.


Gartenweg mit Beleuchtung
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Gemeinschaftlich genutzte Gartenanlagen


Besonders wichtig ist die Beleuchtung des Gemeinschaftsgartens, um die Trittsicherheit zu gewährleisten. Sorgen Sie dafür, dass die Wege zum und im Garten erhellt sind und Stufen sowie andere Stolperfallen deutlich sichtbar. Für eine gemütliche Atmosphäre sorgen indirekt angestrahlte Bäume oder Büsche, etwa durch Gartenspots. Wählen Sie dabei den Abstrahlwinkel entsprechend der Höhe der Pflanze: Umso höher der Baum oder der Busch, umso schmaler sollte der Lichtkegel sein.


Beleuchtung für Parkflächen und Tiefgaragen in Wohnanlagen


Verfügt die Wohnanlage über eigene Parkmöglichkeiten oder eine Tiefgarage, so ist auch hier ein passendes Lichtkonzept von Bedeutung. Neben einer ausreichend hellen Allgemeinbeleuchtung dient eine besondere Zonenbeleuchtung von Ausgängen und Zugängen zum Wohnhaus der besseren Orientierung. Achten Sie hierbei auf einen geringen Blendwert von < 25. Mehr Informationen zum Thema erfahren Sie in unserem Blogbeitrag LED-Beleuchtung für Parkplätze.



Gesetzliche Bestimmungen für Eigentümer: Verkehrssicherheitspflicht


Eigentümer von Immobilien müssen den gesetzliche Bestimmungen der Verkehrssicherheitspflicht nachkommen. Das bedeutet, dass von den Grundstück keine Gefahr ausgeht, beispielsweise, dass die Wege gefahrlos begangen werden können. Aber nicht nur Treppenhäuser, Flure und Fahrstuhl fallen unter die Verkehrssicherungspflicht. Auch alle anderen gemeinschaftlich genutzten Bereiche, wie Zugänge zum Haus, Innenhof und Garten, müssen ausreichend beleuchtet werden.


Die Beleuchtung soll besonders in der Zeit von 7 Uhr bis 22 Uhr ausreichend vorhanden sein. Das bedeutet aber nicht, dass das Licht in diesem Zeitraum dauerhaft eingeschaltet sein muss. Nutzen Sie für eine effiziente und kostensparende Lichtlösung Sensorleuchten.



Was sind die Vorteile von Sensorleuchten?


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Sensorleuchten aktivieren die Lichtanlage nur bei tatsächlichem Bedarf. Dadurch vermeiden Sie unnötigen Energieverbrauch und reduzieren Ihre Stromkosten auf ein Minimum. Bewegungssensoren oder auch Bewegungsmelder schalten das Licht ein, sobald eine Bewegung im Erfassungsbereich registriert wird. Tageslichtsensoren hingegen reagieren auf Helligkeit. Wird ein bestimmter Schwellenwert unter- oder überschritten, so wird das Licht ein- bzw. ausgeschaltet.


Die Sensoren sind in der Regel mit einer Zeitschaltuhr ausgestattet. So können Sie die Leuchtdauer individuell regulieren und sicherstellen, dass Anwohner wie Besucher Ihren Weg fortsetzen können, ohne auf einmal im Dunkeln zu stehen. In unserem Blogartikel Sensorleuchten: modern und effizient erfahren Sie weitere Details zum Thema.




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